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Hund im Auto transportieren: Was gilt, und was hilft?
Kurz gesagt: Im Straßenverkehr zählt dein Hund als Ladung. Er muss so gesichert sein, dass er auch bei einer Vollbremsung nicht durch das Auto fliegt. Eine bestimmte Box schreibt das Gesetz nicht vor. Wie du sicherst, entscheidest du selbst. Ungesichert drohen aber Bußgeld und im schlimmsten Fall ein Punkt in Flensburg.
Was das Gesetz sagt
Eigene Paragrafen für Hunde gibt es in der Straßenverkehrs-Ordnung nicht. Es gelten zwei allgemeine Regeln:
- § 22 StVO (Ladung): Ladung muss so verstaut und gesichert sein, dass sie „selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen“ kann. Quelle: StVO § 22, gesetze-im-internet.de
- § 23 StVO (Pflichten der fahrenden Person): Wer fährt, ist dafür verantwortlich, dass Sicht und Gehör nicht durch „Tiere“ beeinträchtigt werden. Quelle: StVO § 23
Die Polizei sagt das genauso: Tiere gelten nach deutschem Recht als Ladung und müssen auch bei einer Vollbremsung sicher befestigt bleiben. Quelle: Polizeipräsidium Pforzheim, „Reisen mit Tieren“
Was ungesichert droht
Laut ADAC sind für ungesicherte Ladung, und damit auch für einen ungesicherten Hund, diese Beträge vorgesehen:
| Fall | Folge |
|---|---|
| Ladung nicht gesichert | 35 € Verwarnungsgeld |
| mit Gefährdung | 60 € Bußgeld + 1 Punkt |
| mit Unfall bzw. Sachbeschädigung | 75 € Bußgeld + 1 Punkt |
Quellen: ADAC – Ladung sichern, ADAC – Hund im Auto
Der ADAC weist außerdem darauf hin, dass die Kaskoversicherung für Schäden durch verrutschende Ladung nicht aufkommen muss.
Box, Gitter oder Gurt?
Die StVO legt nicht fest, womit du sicherst. Das betont auch die ARAG: Die StVO „schweigt sich aus“, welche Sicherung angemessen ist. Quelle: ARAG – Hund und Katze im Auto
Der ADAC hat verschiedene Systeme bei Brems- und Ausweichmanövern aus 100 km/h ausprobiert. Ein ungesicherter oder falsch gesicherter Hund erhöht danach das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier deutlich. Gängige Varianten sind:
- Transportbox im Kofferraum oder im Fußraum, fest verzurrt oder quer hinter der Rücksitzlehne.
- Trenngitter bzw. Trennnetz zwischen Kofferraum und Innenraum. Laut ADAC gibt es gesetzliche Prüfvorschriften nur für Trennvorrichtungen.
- Sicherheitsgeschirr mit Gurt auf der Rückbank. Laut ADAC ist eine Ausführung mit doppelter Befestigung vorzuziehen. Ein Halsband ist kein Sicherungssystem.
Bei allen anderen Produkten empfiehlt der ADAC, auf Crashtests oder eine DIN-Prüfung (DIN 75410-2) zu achten. Quelle: ADAC – Hund im Auto
Darf der Hund auf den Beifahrersitz?
Verboten ist das nicht, aber auch dort muss er gesichert sein. Die ARAG nennt als Beispiele einen Hundesicherheitsgurt oder ein fest verankertes Körbchen. Bei Hunden mit mehr als etwa 40 cm Schulterhöhe sieht sie ein Risiko durch Schaltknüppel und Airbag. Quelle: ARAG
Die Fahrt zur Pension planen
Viele Hunde fahren selten Auto und dann ausgerechnet zur Pension. Ein paar Punkte, die du vorher klären kannst:
- Probefahrt: Lass deinen Hund die Box oder das Geschirr ein paar Tage vorher auf kurzen Strecken kennenlernen. Der ADAC rät zur Anprobe und Eingewöhnung vor dem Kauf.
- Bring- und Abholzeiten: Viele Pensionen haben feste Zeiten. Nicht alle erlauben eine Abholung am Sonntag. Was die Anbieter auf ihren Websites dazu sagen, steht im Verzeichnis pro Stadt.
- Papiere griffbereit: Den Impfpass brauchst du oft gleich bei der Ankunft. Siehe unsere Packliste für Hundepension und HuTa.
- Hol- und Bringservice: Manche Anbieter holen den Hund selbst ab. Ob das so ist, steht nur auf der Website des Anbieters, frag im Zweifel nach.
Betreuung in deiner Stadt finden
- Hundebetreuung in Wiesbaden
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Häufige Fragen
Ist eine Hundebox im Auto Pflicht?
Nein. Die StVO verlangt, dass der Hund als Ladung gesichert ist (§ 22), schreibt aber kein bestimmtes System vor. Box, Trenngitter oder Sicherheitsgeschirr sind gängige Wege.
Darf der Hund lose im Kofferraum liegen?
Laut ADAC muss die Sicherung den Hund auch bei Vollbremsung oder Ausweichbewegung am Platz halten. Ein Trenngitter verhindert, dass er nach vorn geschleudert wird. Ob das allein reicht, hängt vom Fahrzeug und vom Hund ab.
Was gilt im Ausland?
Andere Länder können eigene Regeln haben, das zeigt auch das Autocomplete („…italien“, „…niederlande“). Das ist hier nicht abgedeckt. Prüf vor der Reise die offiziellen Angaben des jeweiligen Landes.
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