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Hund Futter umstellen: so klappt der Wechsel

Kurz gesagt: Ein Futterwechsel ist für den Verdauungstrakt eine Herausforderung. Die Tierklinik Hofheim rechnet in der Regel mit 1 bis 2 Wochen und nennt in manchen Fällen auch mehr. Du fängst mit einem kleinen Anteil an und steigerst ihn langsam. Vor einem Pensionsaufenthalt heißt das: Stell nicht kurz vorher um. Gib lieber das gewohnte Futter mit.

Warum langsam?

Laut Merkblatt der Tierklinik Hofheim „stellt [eine Futterumstellung] in jedem Fall eine Herausforderung für den Verdauungstrakt Ihres Hundes dar“. Sie sollte deshalb behutsam laufen. Gründe für einen Wechsel nennt das Merkblatt auch: Krankheiten wie Diabetes oder Nierenerkrankungen, Unverträglichkeiten und Allergien, Gewichtskontrolle oder ein neuer Lebensabschnitt (Welpe, Senior).

Quelle: Tierklinik Hofheim – Merkblatt „Futterwechsel beim Hund“ (PDF, 2024)

So gehst du vor (laut Merkblatt)

  1. Klein anfangen: Misch zuerst nur eine kleine Menge des neuen Futters unter das gewohnte. Am Anfang höchstens ein Achtel bis ein Viertel der Gesamtmenge.
  2. Steigern, wenn es passt: Frisst dein Hund die Mischung gut, erhöhst du den Anteil schrittweise, bis das alte Futter ersetzt ist.
  3. Zeit lassen: Die Umstellung kann bis zu 14 Tage dauern, manchmal länger.
  4. Bei Problemen zurück: Bei Verdauungsstörungen oder wenn dein Hund zögert, gehst du langsamer vor oder einen Schritt zurück.
  5. Nass ↔ trocken besonders langsam: Beim Wechsel von Feucht- auf Trockenfutter (oder umgekehrt) muss sich die Verdauung grundlegend umstellen.
  6. Nicht, wenn es ihm schlecht geht: Bei Übelkeit oder Erbrechen keine Umstellung. Hunde verbinden Gerüche mit dem Befinden, und im schlimmsten Fall lehnen sie das neue Futter dann ganz ab.

Ein Tipp aus dem Merkblatt: Feuchtfutter kannst du auf Körpertemperatur anwärmen. Dann überdeckt sein Geruch das neue Futter.

Wichtig: Folge immer auch den Anweisungen deiner Tierarztpraxis. Bei anhaltenden Beschwerden gehört dein Hund dorthin, nicht in einen Ratgeber.

Was das für Pension und HuTa heißt

Ein Aufenthalt in Pension oder Tagesstätte ist für viele Hunde ohnehin aufregend. Kommt dann noch ein neues Futter dazu, ändert sich zweierlei auf einmal. Daraus folgt:

  • Futter mitgeben, wenn erlaubt: Viele Pensionen erlauben das. Gib das gewohnte Futter portioniert oder mit klarer Mengenangabe mit, dazu eine kleine Reserve. Siehe unsere Packliste.
  • Keinen Wechsel kurz vor dem Termin: Wenn eine Umstellung nötig ist, plan die 1 bis 2 Wochen so, dass sie vor dem ersten Pensionstag abgeschlossen ist.
  • Futter der Pension: Füttert die Pension selbst, frag, welches Futter es gibt. Bei längeren Aufenthalten kannst du dann nach dem Schema oben umstellen. Manche Pensionen berechnen Futter extra, mehr dazu in unserem Ratgeber Hundepension Kosten.
  • Notiz für die Betreuung: Fütterungszeiten, Menge, Unverträglichkeiten. Schreib das kurz auf Papier.

Betreuung in deiner Stadt finden

Ob ein Anbieter eigenes Futter erlaubt, steht oft nur auf seiner Website oder im Vorgespräch. Unser Verzeichnis führt die Angaben der Anbieter mit Quelle:

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Futterumstellung beim Hund?

Laut Merkblatt der Tierklinik Hofheim ist der Wechsel „in der Regel“ in 1 bis 2 Wochen möglich. Er kann bis zu 14 Tage dauern, in manchen Fällen auch länger. Bei sehr wählerischen Hunden brauchst du mehr Geduld. Das Merkblatt beschreibt, dass manche Hunde unbekanntes Futter erst einmal verweigern.

Kann ich das Futter sofort umstellen?

Das Merkblatt rät davon ab, auch bei Hunden, die „so gut wie alles“ fressen würden. Der Verdauungstrakt kann sensibel auf eine Umstellung reagieren, deshalb ist Geduld gefragt. Ob ein sofortiger Wechsel aus medizinischen Gründen nötig ist, entscheidet deine Tierarztpraxis.

Mein Hund hat beim Umstellen Durchfall. Was tun?

Das Merkblatt sagt: noch langsamer vorgehen oder einen Schritt zurück, also wieder mehr altes Futter. Hält das an oder geht es deinem Hund schlecht, frag deine Tierarztpraxis.

Soll ich das Futter vor dem Urlaub umstellen?

Besser nicht unmittelbar vorher. Plan die 1 bis 2 Wochen so, dass der Wechsel abgeschlossen ist, bevor dein Hund in die Pension geht. Oder verschieb ihn auf die Zeit danach. Dann muss er sich in der Pension nur an eine neue Sache gewöhnen.

Was schreibe ich der Pension auf?

Futtersorte, Menge pro Mahlzeit, Uhrzeiten, erlaubte Leckerli und bekannte Unverträglichkeiten. Hat der Wechsel gerade erst geklappt, schreib das auch dazu. So weiß die Betreuung, warum sie nichts anderes füttern soll.

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